Lebensprüfungen

Hier seht ihr den Grund für mein langes Schweigen der letzten Tage:
Meine Abschlussprüfung – sprich, ich bin jetzt eine fertige Gestalterin für visuelles Marketing.
Nur mal ein kleiner Eindruck für euch und zur Info hinterher, bestanden habe ich mit einer guten drei, sowohl schriftlich in allen Bereichen, als auch mündlich und praktisch.
Wie es mit mir weitergeht, kann ich euch auch verraten. Ich werde eine zweite Ausbildung beginnen und zwar in einem völlig anderen (nämlich kaufmännischen) Bereich. Als Grund dafür poste ich die nächsten Tage ein bereits halb fertiges Statement zu meinem jetzigen Beruf, der das “Warum?” begründen dürfte.
Kein anderer Weg
Kein anderer Weg
Juni 2009 – die spieluhr
Ich brauche keinen Beweis,
um zu glauben, wie wundervoll du bist
und ich weiß,
dass genau dies das Grausame ist.
In jeder fremden Erinnerung
darfst du sein, wer du gewesen
und allen fehlt die Erleichterung,
dass du je wieder genesen.
Und wir haben zu wenig Zeit,
zu erfahren, wer wir eigentlich sind.
Dein Weg ist schwer und weit
und doch gehst du ihn zu geschwind.
Wie gern würd’ ich teilen,
was Andere über dich erzählen;
noch länger mit dir verweilen,
einen anderen Weg für dich wählen.
Und immer wieder frage ich:
“Womit hat er das nur verdient?”
Die Welt verschlechtert sich,
wenn sie sich solcher Grausamkeit bedient…
Michael Jackson – ein (kurzes) Statement
Jeden Tag erschüttern mich die Medien mit einer nächsten Meldung, die mir die Galle hochjagt. Ich würde mich eigentlich nicht als Fan vom King of Pop bezeichnet. Für mich ist Michael Jackson einer der Interpreten, die ein paar schöne Lieder haben – aber das war es dann auch schon.
Auch mich hat der Tod einer zweifellosen Musiklegende getroffen. Man bedenke, der Mann war gerade mal 50 Jahre alt. Das ist noch kein Alter! Für mich ein weiterer Beweis dafür, wie kaputt das Showgeschäft machen kann.
Aber wie dem auch sei…schockierend ist für mich, was die Medien sich da mal wieder bieten. Eine Zeit, in der ich froh bin, kein Teil von ihnen zu sein, ich würde mich schämen. Klar, ja, Skandale und Klatsch verkaufen sich besser als “Friede, Freude, Eierkuchen!” – aber das schlimme daran ist ja, dass man den meisten Zuschauern ja auch sagen könnte, sie sollten von einer Brücke springen – viele würden es tun.
Ich persönlich bin der Meinung, dass Michael Jackson kein schlechter Mensch war! Ich denke, dass er durch seine Familie und das Showgeschäft abgehoben ist. Kein Zweifel, er war anders. Aber nicht schlecht, egal, was die Medien immer und immer wieder aus allem, was ihn betraf, gemacht haben.
Wer Lieder wie “Earth Song”, “Childhood” oder “Will you be there” schreibt, der hat jede Menge Herz, welches er in diese Texte legt.
Ich möchte hier natürlich niemanden bekehren. Aber dennoch betrachte man nicht blind die von den Medien gezeigte Seite der Medaille, sondern man wende sie auch und mache sich sein eigenes Bild. Soviel zur Moral der Geschichte.
Mehr gibt’s zu dem Thema jetzt aber auch nicht. Die ganze Geschichte ist schon viel zu breit getreten, was genau laut Familie nicht geschehen sollte (und im nächsten Atemzug verlosen sie TICKETS für seine Trauerfeier…ekelhaft!). Daher schenke ich dem Geschehen auch möglichst wenig Beachtung. Das heißt ja schließlich nicht, dass es mir egal ist, dass ein Stück Musikgeschichte gestorben ist – es heißt nur, dass ich nicht verstehe, wie respektlos der Großteil der Welt damit umgeht.
Ruhe in Frieden, Michael Jackson, ruhe in Frieden!
Zum Nachdenken noch ein paar Zeilen aus dem Song “Childhood”…
Für meine Schwester und mich ein Stück Autobiographie…
Before you judge me, try hard to love me.
Look within your heart then ask,
have you seen my childhood?
People say I’m strange that way
’cause I love such elementary things,
it’s been my fate to compensate,
for the childhood I’ve never known…
Have you seen my childhood?
I’m searching for that wonder in my youth.
Like fantastical stories to share,
the dreams I would dare, watch me fly…
Before you judge me, try hard to love me.
The painful youth I’ve had.
Have you seen my childhood…
Unnützes Wissen ist interessant…
Während ich darauf wartete, dass meine bessere Hälfte heute endlich Feierabend hat und wir getrost ins Wochenende starten konnten, vertrieb ich mir die Zeit in der Stadt. Ich ging in ein Kaufhaus, in dem ich gerne rumbummle und wo ich auch meist etwas finde. Heute blieb ich -aufgrund der Tatsache, dass das Buch, das meine Mutter mir zum Geburtstag schenkte und mit dem ich jetzt endlich angefangen hatte, nachdem ich die Quatrologie von Stephenie Meyer ausgelesen habe, nicht so das war, was ich mir davon versprochen hatte – an den Bücherregalen kleben und schnüffelte bei den Bestsellern herum.
Da fiel mir ein Buch ins Auge, das mich interessierte und das ich jetzt innerhalb von 6 Stunden vollkommen ausgelesen habe…verschlungen quasi – kommt nicht oft vor, trotzdem ich gerne lese.
Und dieses Buch hat mich veranlasst, es euch mal vorzustellen:
Ihr kennt sicher größtenteils die Zeitschrift Neon?! Sie ist sozusagen eine Tochter des Sterns und beschäftigt sich mit politischen, gesellschaftkritischen Themen und gleichzeitig mit Beruf, Liebe, Musik und so weiter…abgestimmt auf eine jugendliche Zielgruppe. Eine lobenswerte Zeitschrift, wie ich persönlich finde.
Jedenfalls – um mal auf den Punkt zu kommen – gibt es in der Neon auch jeden Monat die Rubrik “unnützes Wissen”, die sich mit Fakten beschäftigt, die eigentlich eher Nichtigkeiten als Wichtigkeiten sind. Zumeist aber ganz lustig und vor allem auch hin und wieder doch ganz informativ…
Da ich die Neon nicht regelmäßig lese, blieb ich an dem gesammelten Werk des unnützen Wissens der letzten fünf Jahre hängen – quasi ein Buch voll. Und ich schlug zu. 8,95€ für 1374 mehr oder minder unnütze Fakten,
wie z.B.:
“Krokodile fressen Steine, um tiefer tauchen zu können!”
oder
Die NPD lässt ihre Parteizeitung >Deutsche Stimme< in Polen drucken."
aber auch
In alten Hollywoodfilmen wurde Schnee durch angemalte Cornflakes simuliert. Allerdings fielen sie so laut, dass der Dialog nachsychronisiert werden musste. Chemischer Schnee wurde zum ersten Mal 1946 in >Ist das Leben nicht schön?< eingesetzt.
Eigentlich ist für jeden was dabei, was interessant, informativ oder lustig ist oder einen “ECCCHT?”-Effekt hat.

Hatte sonst noch einer das Vergnügen sich schon damit zu beschäftigen?
Königlich genießen…
Zur Abkühlung von einem tierisch warmen Tag gönnte ich mur gerade am Bahnhof noch ein Eis.
Als ich auf der Bank saß und hineinbiss, musste ich über mich schmunzeln. Ich war an der Tiefkühltruhe Opfer von Werbemanipulation geworden. Bewusst hatte ich zu dem Eis gegriffen, das laut aktueller Werbung ein königliches Feeling verleiht. Die Neugierde auf den Genuss, der mich am Bahnhof wie eine Königin fühlen lassen sollte überwiegt also dem vertrautem Griff zum Lieblingseis.
An der Manipulation der Werbung jeglicher Art kommt man also auch nicht vorbei, wenn man sich Bewusst ist, wie sie funktioniert – wenn man sogar selbst beruflich solche Manipulationen nutzt, selbst dann ist man ihr ausgeliefert.
Es gibt auch solche, die meinen, die Werbung funktioniere bei ihnen nicht. Und gerade diese Leute sind unterbewusst am Anfälligsten dafür. Wenn sie sich über vermeintlich skandalöse Werbemethoden aufregen, wissen sie gar nicht, dass gerade das ihre Kaufentscheidungen dahingehend beeinflusst.
Ich bin zwar niemand, der denkt ich wäre immun gegen die Attacken der Marketer, aber dennoch nervte mich die Werbung augrund der zahlreichen Ausstrahlung enorm!
Und dennoch (oder aber auch gerade deswegen…) kaufte ich das neue, umworbene Produkt statt des Üblichen und Bewehrten.
Und ein bisschen königlich habe ich mich dabei auch noch gefühlt…